Prüfung von Edelmetall-Münzen mittels Leitfähigkeit

Der Wert von Gold und anderen Edelmetallen steigt seit Jahren stetig an. Höchste Reinheit der Grundmetalle, eine präzise Legierung und die Kontrolle der beinhalteten Spuren- und Nebenelemente sind die Basis für sämtliche Edelmetallprodukte. Zur Prüfung von hochwertigen Münzen und zur eindeutigen Erkennung von Fälschungen ist eine zuverlässige und präzise Messtechnik notwendig.

Verunreinigungen oder falsche Legierungen bei hochwertigen Münzen führen zu erheblichen Wertverlusten. Der Handel mit Fälschungen wird natürlich auch strafrechtliche verfolgt. Um das zu vermeiden, sind zuverlässige Analysemetho­den nötig. Zerstörende Prüfverfahren bedeuten einen Material- und somit Wertverlust, der nicht akzeptabel ist. Deshalb sind zerstörungsfreie Prüfverfahren zur Grundlage der Materialprüfung von Wertobjekten aus Edelmetall geworden. Die Anforderungen für diese Prüfverfahren lassen sich kompakt zusammenfassen: sie müssen zuverlässig und reproduzierbar sein und dabei

  • die Legierung bzw. den Goldgehalt identifizieren
  • „unedle“ Einschlüsse und Fälschungen erkennen

Verschiedene Legierungen und Feingold unterscheiden sich in ihrer elektrischen Leitfähigkeit. Deshalb eignet sich diese physikalische Größe optimal zur schnellen Analyse von Edelmetallbarren und -münzen.

Schemazeichnung von gefälschten Münzen mit eingeschlossenem Pulver einer Wolfram-basierten Fremdlegierung und Goldbeschichtung

Abb. 1: Schemazeichnung von gefälschten Münzen mit eingeschlossenem Pulver einer Wolfram-basierten Fremdlegierung und Goldbeschichtung

Das SIGMASCOPE® SMP10 misst die elektrische Leitfähigkeit mit Hilfe des Wirbelstrom-Verfahrens gemäß DIN EN 2004-1 und ASTM E 1004. Die phasensensitive Messsignalauswertung ermöglicht die berührungslose Bestimmung der Leitfähigkeit, auch unter nicht leitenden Deckschichten wie z. B. unter Kunststoff-Verpackungen.

Das SIGMASCOPE® SMP10 arbeitet mit einer Messfrequenz von 60 kHz (alternativ 120, 240, 480 kHz) und ist damit optimiert für die Prüfung von Münzen oder dünnen Barren.

Leitfähigkeitsmessung an Münzen

Abb. 2: Leitfähigkeitsmessung an Münzen – schnell und zuverlässig

Goldmünzen wie z. B. Krügerrand-Münzen bestehen aus einer genau definierten Legierung, welche wiederum einen exakt definierten Leitfähigkeitswert aufweist. Eine Echtheitsprüfung anhand der Leitfähigkeit ist somit schnell und zuverlässig möglich. Gleiche Leitfähigkeitswerte ließen sich nur aus Metalllegierungen mit drastisch anderer Dichte simulieren, welche sich dann aber in einer sichtbar geänderten Münzdicke äußern.


Elektrische Leitfähigkeit

Mittelwert (10 Messungen)

9,68 MS/m

Standardabweichung

0,07 MS/m

Variationskoeffizient

0,71 %

Tab. 1: Echtheitsprüfung einer Krügerrand-Goldmünze, welche nominell einen Leitfähigkeitswert von 9,69 ± 0,32 MS/m aufweisen sollte

Mit dem SIGMASCOPE® SMP10 kann über die elektrischen Leitfähigkeit die Echtheit von Goldmünzen und dünnen Barren überprüft werden. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihren Fischer-Ansprechpartner.

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