Leitungen und Behälterbau

In Branchen wie der Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie der Medizintechnik gilt es, selbst geringste Verunreinigungen zu vermeiden. Fischer bietet mobile Messgeräte für die Werkstoffprüfung direkt an Leitungen und Behältern. Bestimmen Sie beispielsweise zuverlässig den Ferritgehalt an Schweißnähten für einen effizienten Schutz gegen Korrosion, Säuren und Basen.

Korrosionsschutz und Chemikalienschutz zerstörungsfrei prüfen

Application Notes

Messung des Ferritgehalts in (Duplex-)Stählen und Schweißnähten

Chemie-, Energie-, petrochemische und verfahrenstechnische Anlagen sind oft Hitze, aggressiven Medien und hohem Druck ausgesetzt. Diese Umstände erfordern besonders korrosions- und säurebeständige Stähle, die mechanisch auch noch bei hohen Temperaturen beanspruchbar sind. Von besonderer Bedeutung bei den eingesetzten austenitischen Stählen ist der Ferritgehalt, welcher beim Schweißprozess in den Schweißnähten entsteht und die Materialeigenschaften stark beeinflusst. Nur ein optimaler Ferritanteil kann einen bestmöglichen Korrosionsschutz gewährleisten. Dazu existieren in einigen Branchen Normen, Vorschriften oder Richtlinien.

Abb. 1: Messen des Ferritgehaltes an Schweissnähten mit dem
FERITSCOPE® FMP30 und der angeschlossenen Sonde FGAB1.3-Fe

Beim Schweißen der Verbindungen von Kesseln und Rohrleitungen entstehen unter dem Temperatureinfluss Modifikationen des Kristallgitters, welche zur Ferritbildung führen. Ein Mangel an Ferrit im Schweißnahtbereich führt zu einer Verringerung der Festigkeit, ein zu hoher Ferritgehalt reduziert die Zähigkeit, Duktilität und Korrosionsbeständigkeit.

Besonders bei Schweißvorgängen an Duplex-Stählen kann es leicht passieren, dass – entweder durch ungeeignete Schweißzusatzstoffe oder durch falsche Wärmezu- bzw. -abfuhr – der Ferritgehalt im Schweißbereich ungünstige Werte annimmt. Hier ermöglicht nur eine Messung vor Ort die Sicherheit, ob die Bearbeitung den optimalen Ferritgehalt nicht ungünstig zu Lasten der mechanischen oder korrosionsbeständigen Eigenschaften verändert hat.

Für diese Anforderungen hat Fischer das mobile Handgerät FERITSCOPE® FMP30 entwickelt, welches den Ferritgehalt nach dem magnetinduktiven Verfahren misst und entweder als Prozentsatz oder als Ferrit-Nummer WRC-FN (Welding Research Council Ferrite Numbers) anzeigt. Das FERITSCOPE® FMP30 kann mit Sonden in spezifischen Bauformen als Axial-, Winkel- oder Innenlochsonde ausgestattet werden.

Abb. 2: Höchster Korrosionsschutz ist gefordert z. B. bei Rohren oder Kesseln in der chemischen und petrochemischen Industrie.

Das FERITSCOPE® FMP30 von Fischer ermöglicht die zuverlässige und präzise Bestimmung des Ferritgehaltes in % oder als Ferrit-Nummer nach WRC. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Fischer-Partner.

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